Lehrende und MitarbeiterInnen

Kozek, Peter Univ.-Ass. Mag.art.

Veröffentlichungen
Im Jahr 2015 feiert der Kunstverein Baden sein 100 jähriges Bestehen. Nach dem Gründungsjahr 1915 wurden bereits 1916 die ersten Ausstellungen organisiert. Die Entwicklung des KV Baden seit dem Entstehungsjahr war eine durchaus wechselvolle, es gibt Lücken und Umbrüche in seiner Geschichte. So beschreibt etwa die als „Badener Zuckerln“ betitelte Reihe des Stadtarchivs Baden in der Ausgabe Nr.4 eine „Badener Sezession“ im Jahre 1932 in der es folglich zur ersten Spaltung kam. 1938 wird selbst der Zentralverband der bildenden Künstler beendet und an seine Stelle tritt eine „Reichskammer der bildenden Künste Niederdonau“. Ausstellungen gibt es in dieser destruktiven Zeit nur wenige, erst 1953 wird der Verein wieder als Einheit aktiv und arbeitet seither ununterbrochen an einer künstlerischen Bereicherung für die Stadt. Seit 1995 steht dem Verein ein architektonisch spannender Ausstellungsraum zur Verfügung: die Galerie mit der Adresse Beethovengasse 7 im Zentrum von Baden. „Ode an die Freude“ – nur wenige Schritte von der heutigen Galerie im „Haus der Neunten“ komponiert, eine Sinfonie, eine Hymne, ein Chor, Vielstimmigkeit – die Idee zur Jubiläumsedition des Kunstvereins führt zu einer inklusiven Technik mit aktiven und fördernden Mitgliedern. Interviews bringen uns den Künstlerinnen und Förderinnen näher, eine Aufzeichnung der vielen Stimmen mit einem Becherphonographen nach dem Edison-Prinzip ermöglichen uns die 100 Jahre Vereinstätigkeit akustisch-ästhetisch zu verhandeln. Ein Becher vereint uns oft auch bei den zahlreichen Eröffnungen in der Kunstwelt, durch die Einschreibung des Schalls wird dieser wieder individuell, und die Stimme klingt verstörend wie aus einer längst vergangenen Zeit. Der durchsichtige Plastikbecher transformiert sich zu einer schwarzen Vinylschallplatte wo auch die Rillen sichtbar bleiben. Konzept braucht Material. Past Forward: Wir beharren nicht auf den alten Zeiten, gedenken dieser aber, arbeiten selbstverständlich mit der technischen Entwicklung und lassen uns in eine immer unbekannte Zukunft ein. Die A-Seite der vorliegenden Platte behandelt das gesammelte Tonmaterial der aktiven Mitglieder. Geordnet nach deren Lieblingsfarben generiert es eine Soundcollage und macht ein zeitgenössisches abstrahiertes Chorstück der Mitglieder hörbar. ... (noch ein, zwei Sätze dazu) Die B-Seite ist allen bisherigen Mitgliedern seit 1915 gewidmet. Dafür wird eine möglichst vollständige Liste aller Mitglieder seither verwendet, die Namen werden alphabethisch geordnet und nacheinander auf Notenblätter notiert. Jedem Buchstaben wird eine Note zugeordnet – nach dem einfachen ABC-Lied, dessen Melodie bereits Mozart in seinen 12 Variationen „Ah, vous dirai-je, Maman“ KV 265 (300e), als Grundlage diente und eine kollektive Erinnerung erzeugt. Diese „Partitur“ ist die Basis für zwei Kompositionen zweier aus dem Kunstverein geladener Künstlerinnen. Thomas Hörl und Peter Kozek aka kozek hörlonski Baden und Wien im Juli 2016
Titel der Veröffentlichung: past forward - 100 Jahre KV Baden
Katalog / Zeitschrift / Sammelband: past forward - 100 Jahre KV Baden
Jahr: 2016
MitautorInnen: Thomas Hörl, Cornelia König
Link: http://www.kunstvereinbaden.at/de/menu191/ausstellungen111/