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Rektor Bast verlangt, dass Grabschänder am jüdischen Friedhof mit gleichem Aufwand gesucht und verfolgt werden, wie "terroristische" Tierschützer und Mistkübelanzünder
Einen Tag, nachdem die Universität für Angewandte Kunst Wien gemeinsam mit der Israelitischen Kultusgemeinde und dem Bundesdenkmalamt ein Forschungs-, Kunst- und Restaurierungsprojekt über die jüdischen Friedhöfe in Wien öffentlich vorgestellt hat, kam die Meldung von der Schändung von mehr als 40 jüdischen Gräbern am Wiener Zentralfriedhof. Nach Mitteilung der Polizei wird wegen Sachbeschädigung ermittelt.
Während gegen Tierschützer und gegen Studenten, die Mistkübel anzünden als mit immensem Aufwand als staatsgefährdende Terroristen ermittelt und verfolgt wird, erklärt die Polizei, dass die Hintergründe der Tat unklar seien.
Kann der Hintergrund der Tat wirklich unklar sein, wenn Täter in einer Nacht ausgerechnet 43 jüdische Gräber, die an verschiedenen Orten des Zentralfriedhofs liegen, zerstören? fragt Gerald Bast, der Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien in einer Aussendung die Innenministerin und die ihr unterstehenden Ermittlungsbehörden.
Ich verlange, dass die Täter mit zumindest dem gleichen Aufwand polizeilich gesucht strafrechtlich verfolgt werden, wie "terroristische" Tierschützer und Mistkübelanzünder. Und Bast zweifelt an, ob dies wirklich möglich und beabsichtigt ist, wenn "wie in solchen Fällen üblich" (so die Behörden) wegen Sachbeschädigung gegen unbekannte Täter ermittelt wird.
"Es ist eigentlich eine Schande, dass man in einem demokratischen Rechtsstaat, der von sich behauptet ein Kulturstaat zu sein, einen Vergleich zwischen Tierschützern und antisemitischen Grabschändern überhaupt heranziehen muss. Aber wenn die Ermittlungsbehörden von einem unklaren Tathintergrund sprechen, nur weil die Gräber zusätzlich zu ihrer Zerstörung nicht auch noch mit Parolen beschmiert worden sind, dann beginnt man an der Ernsthaftigkeit, Professionalität und Effizienz der Ermittlungsbehörden in Sachen antisemitischer und rechtsradikaler Umtriebe zu zweifeln" erklärt Bast.
























