Abteilung für Genderangelegenheiten
Vortragsreihe im Studienjahr 2011/12: Geschlechterpolitik in der Kunst - Feminism Revisited
Daniela Hrzán:
Groteske Körper, Weiße Blicke: Interdependenzen von Sexismus und Rassismen in den Arbeiten von Reneé Cox und Kara Walker
Mittwoch, 13. Juni 2012
Beginn: 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: Hörsaal 2, Universität für angewandte Kunst
Vortrag: Daniela Hrzán
Moderation: Sophie Geretsegger
Fotocredits: Daniela Hrzán
Reneé Cox und Kara Walker gehören zu den bekanntesten Künstlerinnen der Gegenwart, werden aber - insbesondere auch in der Black Arts Community - sehr kontrovers rezipiert. Während Cox mit Fotografie und Installationskunst arbeitet, ist Walker durch ihre spezifische Anwendung des Scherenschnitts bekannt geworden. Beiden Künstlerinnen ist gemein, dass sie Interdependenzen von Race, Gender und Sexualität in der US-amerikanischen Geschichte von Sklaverei, der europäischen Kolonialgeschichte sowie der postkolonialen Gegenwart thematisieren und dies primär anhand von expliziten und häufig auch gewaltvollen und grotesken Darstellungen von Schwarzen und Weißen Körpern tun.
Anhand ausgewählter Beispiele wird diskutiert, inwieweit Versuche einer künstlerischen Dekonstruktion von rassistischen und sexistischen Zuschreibungen auf Grenzen stoßen, wie diese Grenzen von den Künstlerinnen selbst thematisiert werden und welche unterschiedlichen Rezeptionslinien unterschieden werden können. Zu diesem Zweck werden Erkenntnisse der Visual Studies mit Perspektiven der Gender Studies und der Amerikanistik kombiniert und einer postkolonialen sowie stark von den Critical Whiteness Studies geprägten Kritik unterzogen.
Daniela Hrzán ist Amerikanistin, Kulturwissenschaftlerin und Gender-Wissenschaftlerin. Sie hat als wissenschaftliche Mitarbeiterin in den Gender Studies an der Humboldt-Universität Berlin gearbeitet und ist derzeit Referentin für Academic Staff Development an der Universität Konstanz.


























