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Yoko und Co. Japanische Medienkünstlerinnen im internationalen Kontext
Ort und Zeit
Anmerkungen
Teilnahmevoraussetzungen: Nachweis über den positiven Abschluss von 1 Vorlesung + 2 Proseminaren in Kunstgeschichte oder anderen geisteswissenschaftlichen Fächern; Lesen und Bearbeiten von Texten in englischer Sprache
Prüfungsmodalitäten
mündliche und schriftliche Arbeit (Abgabe bis 15. August 2013)
Themenstellung der Lehrveranstaltung
Das Seminar widmet sich Künstlerinnen aus Japan, die in einem Mixed-Media-Bereich neue Wege gegangen sind und auf internationalem Parkett erfolgreich geworden sind. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der um 1930 geborenen Generation. Neben den bekannteren Künstlerinnen wie Yayoi Kusama und Yoko Ono gehören dazu Takako Saito, Mieko Shiomi und Shigeko Kubota aus dem Fluxus-Umkreis, Atsuko Tanaka aus der Gutai-Gruppe und Mako Idemitsu, die das Künstlerin- und Muttersein in ihrer Videokunst thematisierte. Als neuere Positionen der japanischen Medienkunst werden die Cyborg-Technopopwelten von Mariko Mori und die interaktiven Installationen von Seiko Mikami hinzugezogen.
Die genannten Künstlerinnen sind Impulsgeber für Fluxus, Pionierinnen, die die ersten Soundinstallationen schaffen wie Mieko Shiomi oder wie Fujiko Nakaya, die 1970 die erste Nebelskulptur entstehen ließ. Sie arbeiten mit Texten und performativ oder entwerfen neue Mensch-Technologie-Verbindungen.
Als Frauen der Nachkriegsavantgarde bewegen Sie sich in einem ambivalenten Umfeld, zwischen erstmals errungenen Möglichkeiten künstlerischer Freiheit und einem restriktiven männlich dominiertem Umfeld.
Im Seminar soll daher diskutiert werden, wie sich ihre künstlerischen Arbeiten und ihr Weg als Künstlerinnen zwischen Japan und internationaler, westlich zentrierter Kunstwelt, mit neuen Medien und Technologien, zwischen individueller Arbeitsweise und Künstlergruppe/ Partnerschaft entwickelt hat.
Neben einer eingehenden Diskussion dieser Fragestellungen sollen Einzelanalysen im Mittelpunkt stehen. Die Werke der Künstlerinnen sind teils wenig bearbeitet, berühren jedoch einige zentrale Punkte der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts.
Das Seminar hat einen gender-spezifischen Schwerpunkt.
Ein ausführlicher Seminarapparat wird in der Bibliothek bereit gestellt.
























