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Vom Einblattholzschnitt zur Computergrafik (Cultural Studies)

2012W / Seminar / S00265 / 2 SemStd.

Ort und Zeit

Abhaltung: wöchentlich
Termin: Montag, 13-14:30 Uhr
Beginn: Montag, 8. Oktober 2012, 13-14:30 Uhr, Hörsaal 4 (Altbau, 1. Stock)
Ort: Hörsaal 4

Anmerkungen

Teilnahmevoraussetzungen: Nachweis über den positiven Abschluss von zwei Proseminaren und einer Vorlesung in Kunst- oder Kulturgeschichte.

Literatur zur Einführung:

- Rene Hirner ((Hrsg.), Vom Holzschnitt zum Internet. Die Kunst und die Geschichte der Bildmedien von 1450 bis heute, Stuttgart 1997.
- Walter Koschatzky, Die Kunst der Grafik, München 1999.
- Ernst Rebel, Druckgrafik. Geschichte ۰ Fachbegriffe, Stuttgart 2003.

Spezialliteratur zu einzelnen Themen wird in der LV bekannt gegeben.

Prüfungsmodalitäten

mündliche und schriftliche Arbeit (Abgabe bis 15. März 2013)

Themenstellung der Lehrveranstaltung

vollständiger LV-Titel: Vom Einblattholzschnitt zur Computergrafik. Geschichte, Techniken und Funktionen der Grafik (Cultural Studies)

Aquatinta, Serigrafie, Umdruck, Formenschneider, Peintre-Graveur – eine Fülle von Begrifflichkeiten begegnet einem, wenn man sich mit dem Medium der Druckgrafik befasst. Das Seminar möchte die Geschichte der Druckgrafik – beginnend mit Einblattholzschnitten aus dem 1500 Jahrhundert über die Erfindung des Kupferstichs, der Radierung und der Lithografie bis zu jüngeren Techniken des 20. und 21. Jahrhunderts wie Siebdruck, Copy Art und Computergrafik auf vielfältige Weise beleuchten. Anhand von Originalblättern sollen unterschiedliche Techniken und stilistische Merkmale studiert werden.
Ein besonderer Stellenwert kommt der kultur- und mediengeschichtlichen Bedeutung dieser künstlerischen Ausdrucksweise zu – war es doch die Druckgrafik, die es Künstlerinnen und Künstlern seit Jahrhunderten ermöglichte, ihre politischen, religiösen und weltanschaulichen Anschauungen massenhaft zu verbreiten.
Thematisiert wird in dem SE auch das Verhältnis von Bild und Sprache, da es gerade bei diesem Medium zu einer besonders engen Verbindung der beiden Kulturtechniken Schreiben und Zeichnen kommt.
Exemplarisch hervorgehoben werden Künstler unterschiedlicher Jahrhunderte, die die Geschichte der Druckgrafik entscheidend mitgeschrieben haben (Dürer, Rembrandt, Blake, Goya, Daumier u.a.) – ebenso Künstlerinnen und Künstler des 20.und 21. Jahrhunderts (Kollwitz, Warhol, Kubin, Ullrichs, Rainer u.a.).
Zentraler Bestandteil der Lehrveranstaltungen bilden zwei Exkursionen ‒ ins Kupferstichkabinett bzw. Liechtenstein Museum sowie in die Werkstatt des Kunstdruckers Kurt Zein, bei denen es einerseits um detaillierte Werkanalysen und andererseits um unterschiedliche Formen der Kooperation zwischen Künstler/n/innen und Drucker gehen wird.

Studienplanzuordnungen