Neue Räume für die Angewandte
Feierliche Eröffnung der neuen Dependance in der Vorderen Zollamtsstraße am 4. Oktober
04.10.2018

Zwei große Bauprojekte an der Universität für angewandte Kunst Wien (Angewandte) in Wien sind seit heute, am 4. Oktober 2018, offiziell abgeschlossen: Das vormalig durch das Bundesministerium für Finanzen genutzte Gebäude in der Vorderen Zollamtsstraße 7 wurde für die Angewandte adaptiert und der Schwanzer-Trakt des Hauptgebäudes am Stubenring umfassend generalsaniert. "Wir haben die Projekte in der geplanten Zeit und im vorgegebenen Budgetrahmen abgewickelt", sagt Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) der im Rahmen einer Festveranstaltung den Schlüssel an Gerald Bast, Rektor der Angewandten übergab.
„Exzellente Infrastruktur ist die Voraussetzung für hervorragende Lehre. Darum investieren wir rund 66 Millionen Euro in diese großen Bauprojekte an der Angewandten. Mit diesem baulichen Innovationsschub hoffe ich, dass die Angewandte ihre künstlerisch-kreative Vorreiterrolle im Verhältnis von Kunst und Industrie auch weiterhin ausbaut“, so Wissenschaftsminister Heinz Faßmann anlässlich der Eröffnung.

Mit der Generalsanierung des aus den frühen 1960er-Jahren stammenden Schwanzer-Traktes und der Adaptierung des Gebäudes Vordere Zollamtsstraße 7 für die Zwecke der Angewandten wurde ein wichtiger und notwendiger Schritt zur Modernisierung und räumlichen Erweiterung einer Universität gesetzt, deren Bedeutung und Wirkungskraft für unsere Gesellschaft weit über die klassischen Sektoren von Bildender Kunst, Design und Architektur hinausreicht und in diesem Sinne künftig noch weiter wachsen wird“, freut sich Rektor Gerald Bast.

Lehr- und Veranstaltungszentrum
Die neue Dependance in der Vorderen Zollamtsstraße 7 bietet auf sieben Etagen und rund 15.000 Quadratmetern Nettoraumfläche Platz für Studierende, Lehrende und MitarbeiterInnen der Bildenden Kunst, Kunstpädagogik und der wissenschaftlich-theoretischen Abteilungen. "Dazu wurden zwei Querspangen, die die drei Innenhöfe geteilt haben, abgebrochen und eine neue Querspange errichtet. "Herzstück des Gebäudes ist jetzt das lichtdurchflutete, mit Glas überdachte Atrium mit offenen Rundgängen über alle Geschoße. Aus dem ehemaligen Finanzgebäude ist ein moderner, nach innen gekehrter Campus geworden", sagt BIG Geschäftsführer Hans-Peter Weiss. Im zweiten Hof wurde ein Mehrzwecksaal (Auditorium) eingebaut. Das Auditorium erstreckt sich über zwei Geschoße - darüber befindet sich ein nach oben offener Innenhof – und kann sowohl zum Atrium als auch zu den dahinterliegenden Ausstellungsflächen und Seminarräumen geöffnet werden. Insgesamt bietet das Gebäude somit Platz für bis zu 1.000 Personen. Im Dachgeschoß genießt man von der Bibliothek aus einen eindrucksvollen Blick in das Atrium. Darüber hinaus entstanden in zwei Jahren Bauzeit eine Cafeteria, hochwertige Studios und Arbeitsräume sowie auch Büros und Projekträume für Forschung und Wissenschaft. Als attraktives Novum entstanden in der neuen Querspange darüber hinaus sogenannte Fluxräume – also gläserne, flexibel nutzbare Räume, die zum Atrium hin geöffnet werden können. Nach Umzug in die neue Zweigstelle der Angewandten konnten fünf Exposituren der Universität aufgelassen werden: Henslerstrasse, Franz-Josefs-Kai, Heumarkt, Wiesingerstrasse, Sterngasse sowie ein Container in der Rustenschacheralle.
Das Erweiterungsgebäude in der Vorderen Zollamtsstraße bietet der Angewandten durch das Atrium völlig neue, noch nie dagewesenen Optionen für Veranstaltungen und ähnliche Formate. Zum interdisziplinären Arbeiten zwischen den Studienrichtungen bzw. Abteilungen – ein absolutes Must an der Angewandten – wird aufgrund räumlicher Konzentration und damit ermöglichter Synergien geradezu eingeladen wie auch insgesamt die verbesserte Infrastruktur und das zusätzliche Raumangebot Riesenfortschritte mit sich bringen.

Moderne Räume in alten Mauern
Parallel zum Umbau des neuen Standortes wurde der Schwanzer-Trakt im Hauptgebäude am Oskar-Kokoschka-Platz 2 umfassend saniert. Für eine flexible Nutzung mit Studios, Ateliers, Werkstätten, Büros und Seminarräumen wurde im Inneren die Gebäudestruktur bis auf die Grundmauern abgebrochen und die Räume den aktuellen funktionalen Anforderungen entsprechend neu angeordnet. Im Zuge dessen wurden auch die Stahlbeton-Rippendecken freigelegt. Neben der Struktur wurden neue Sanitärbereiche errichtet, die Haustechnik saniert, ein neuer Lastenaufzug eingebaut, der Brandschutz adaptiert und soweit wie möglich Barrierefreiheit hergestellt, um den behördlichen Anforderungen und dem neuen Stand der Technik zu entsprechen. Die ursprüngliche Fassade blieb erhalten.
 
Fotos Eröffnung: © birgitundpeterkainz / Architekturfotos: © Bruno Klomfar
Fotos dürfen ausschließlich zur redaktionellen Berichterstattung über die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) bzw. Universität für angewandte Kunst Wien honorarfrei verwendet werden. Alle Fotos müssen bei Veröffentlichung mit dem Copyright des Urhebers gekennzeichnet sein.
 
Rückfragen:
Mag. Ernst Eichinger
Pressesprecher BIG Konzern

T +43 5 0244 -1350
E ernst.eichinger(at)big.at
www.big.at
Mag. Andrea Danmayr
Presse & Medienkommunikation

T +43 1 71133-2004
E andrea.danmayr@uni-ak.ac.at
www.dieangewandte.at
Mag. Annette Weber
Pressesprecherin d. Bundesministers
f. Bildung, Wissenschaft u. Forschung
T +43 1 53120- 5025
E annette.weber@bmwfw.gv.at
www.bmbwf.gv.at
 
 
Über die BIG:

Der BIG Konzern ist mit 2.201 Liegenschaften einer der größten Immobilieneigentümer in Österreich. Das Portfolio besteht aus rund 7,2 Mio. Quadratmetern vermietbarer Fläche mit einem Unternehmenswert (Fair Value) von rund EUR 12,0 Mrd. Es gliedert sich in die Unternehmensbereiche Schulen, Universitäten und Spezialimmobilien. Büro- und Wohnimmobilien sind in der Tochtergesellschaft ARE Austrian Real Estate GmbH gebündelt. Das Portfolio der ARE umfasst 554 Liegenschaften mit rund 1,6 Mio. Quadratmeter vermietbarer Fläche. Während sich die BIG primär auf öffentliche Institutionen konzentriert, sollen mit dem Angebot der ARE auch vermehrt nicht-öffentliche Mieter angesprochen werden.
Als Bauherr stellt der BIG Konzern einen wichtigen ökonomischen Faktor in Österreich dar. Wirtschaftlichkeit und Architekturqualität gehen dabei Hand in Hand, was laufend unter Beweis gestellt wird. Jedes Projekt hat den Anspruch, seinen künftigen Nutzern im Sinne der ökologischen, ökonomischen und soziokulturellen Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Der BIG Konzern wurde für sein architektonisches Engagement mehrfach ausgezeichnet und erhielt bis heute sieben Bauherrenpreise.

Die BIG in Zahlen
(Konzernbericht 2017/BIG-Konzern nach IFRS):
 
Liegenschaften2.201
Vermietbare Fläche7,2 Mio. m²
MitarbeiterØ 928
Bilanzsumme€ 12,9 Mrd.
Mieterlöse€ 854,4 Mio.
Projekt-Investitionen *)€ 539,9 Mio.

*) Instandhaltungen + Neubau/Generalsanierungen; inkl. Wirtschaftsuniversität Wien, ohne Projektgesellschaften

Über die Angewandte:
An der Universität für angewandte Kunst Wien studieren rund 2.000 Studentinnen und Studenten die gesamte Palette der künstlerischen Disziplinen, die durch eine große Anzahl an wissenschaftlichen Fächern ergänzt werden. Die Angewandte feierte im zurückliegenden Jahr ihr 150jähriges Bestehen und galt seit ihrer Gründung als Vorreiterin im Bereich Kunst und Design, Lehre und Forschung. Immer wieder bietet die Universität neue, zeitgemäße Studien an, um dem Qualitätsanspruch an Bildung und Ausbildung unter den veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gerecht zu werden, wie zuletzt Social Design – Arts as Urban Innovation oder Cross Disciplinary Strategies – Applied Studies in Art, Science, Philosophy and Global Challenges.
Die Angewandte versteht sich als eine Stätte der freien künstlerischen und wissenschaftlichen Artikulation, als Ort des offenen Disputs und als Entwicklungslabor künstlerischer Visionen, die in der Gesellschaft der Zukunft ihre Wirkung entfalten. Der Anspruch, eine er besten Kunstschulen der Welt zu bleiben, ist untrennbar verbunden mit der konsequenten Arbeit an der permanenten Weiterentwicklung unserer Qualitätsstandards und der steten Erneuerung des kreativen Potenzials sowie am kompromisslosen Eintreten für die Freiheit der Kunst und Wissenschaft.
Download
Download
Download
Download
Download
Download
Download
Download
Download
Download
Download
Download
Download
Download