Abtlg. Digitale Kunst der Universität für angewandte Kunst Wien im Kunstraum Niederösterreich
#fuckreality
05.10.2018

Positionen immersiver Kunst

In postfaktischen Zeiten, in denen Meinungsbildung mit Hilfe von Algorithmen maßgeblich beeinflusst werden kann, stellt sich die berechtigte Frage: Wie real ist die Wirklichkeit, in der wir leben? Zumal sich der physische Raum infolge der rasanten Entwicklung der digitalen Technologien zunehmend in einen multidimensionalen Datenraum verwandelt, der die herkömmliche Realitätserfahrung „erweitert“.

Die Ausstellung #fuckreality zeigt Arbeiten, die sich mit den Schnittstellen zwischen dem Realen und dem Virtuellen beschäftigen und mittels verschiedener Medienformate die Wahrnehmung durch entsprechende multimodale und sensomotorische Erfahrungen erweitern. Die Besucher_innen tauchen in digital generierte Räume ein, die sie mit verschiedenen Formen von Präsenz und Immersion konfrontieren.
Während Virtual Reality auf die Generierung rein artifizieller, von der physischen Umgebung unabhängiger Wirklichkeiten abzielt, geht es bei Augmented-Reality-Applikationen darum, den Realraum mit digitalen Informationen oder 3D-Objekten zu durchsetzen und so zu transformieren.

Die neuesten VR- und AR-Technologien stellen eine künstlerische Herausforderung dar. Die an der Ausstellung teilnehmenden Künstler_innen – Lehrende, Absolvent_innen und Studierende der Abtlg. Digitale Kunst der Universität für angewandte Kunst Wien – begegnen ihr mit experimentell-forschenden Entwurfsmethoden.

Die Technologien werden quer zu den intendierten Zwecken gedacht und neue ästhetische Handlungsfelder eröffnet. Die künstlerische Praxis zielt auf eine Reflexion medientechnologisch bedingter Veränderungen unseres Wirklichkeitsverständnisses und unserer Körper- und Raumwahrnehmung ab.

Die Ausstellung #fuckreality wurde gestern Abend, Donnerstag, im Kunstraum NÖ durch Christiane Krejs, künstlerische Leiterin Kunstraum NÖ, Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien, Alexandra Schantl, Abtlg. Kunst und Kultur, Land NÖ und Ruth Schnell, Leiterin der Abtlg. Digitale Kunst an der Angewandten, eröffnet.

Teilnehmende Künstler_innen: Marian Essl, Elif und Wolfgang Fiel, Thomas Hochwallner, Johannes Hucek, Margarete Jahrmann, Patrick K.-H., Nicolaj Kirisits, Stefan Krische, Martin Kusch/kondition pluriel, Bobby Rajesh Malhotra, Tina Muliar, Patrícia J. Reis, Ruth Schnell, Franz Schubert, The (new) Constellation, Norbert Unfug, Peter Várnai, Litto/Daniela Weiss.
Kuratiert von Martin Kusch, Alexandra Schantl und Ruth Schnell, Ausstellungsarchitektur von Wolfgang Fiel.

Ausstellungsdauer: Fr, 5.10. bis Sa, 24.11.2018 / Öffnungszeiten: Di bis Fr von 11 bis 19 Uhr, Sa von 11 bis 15.00 Uhr / Ort: Kunstraum Niederösterreich, Herrengasse 13, 1010 Wien, kunstraum.net

Rahmenprogramm:
Sa, 6.10., Lange Nacht der Museen, 18:00 bis 1 Uhr
Do, 22.11., Programm im Rahmen der Vienna Art Week:

18 Uhr: Kuratorinnenführung mit Alexandra Schantl und Ruth Schnell
19 Uhr: The Swarming Gallery, Performance von kondition pluriel

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Sprache, erhältlich im Kunstraum Niederoesterreich.
#fuckreality ist eine Kooperation der Abtlg.Digitale Kunst der Universität für angewandte Kunst Wien mit dem Kunstraum Niederoesterreich.
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