Kunstsammlung und Archiv

Leitung: Sen. Sc. Mag. phil. Cosima Rainer

Einführung:
 
Große Kunstsammlungen gleichen Eisbergen: Nur ein Bruchteil ihrer Masse ist sichtbar, das meiste verharrt oft still im Verborgenen. Für die Schulsammlung der Universität für angewandte Kunst Wien gilt dies im gesteigerten Maße, da sie weder über permanente Ausstellungsräume noch entsprechende Werbemittel verfügt. Ihre Schätze kommen nur sporadisch ans Licht. Doch wenn, dann offenbaren sie großes Potenzial für diskursive Verschiebungen und Neubewertungen. Denn der Reichtum der Sammlung an unterschätzten oder verdrängten Positionen der Kunst- und Gestaltungsgeschichte ist enorm und die kritische Auseinandersetzung mit dem Kanon durch Gegenerzählungen und Wieder-Entdeckungen ist ihr eigentliches Programm.
Die mittlerweile mit 65.000 Werken bestückte Sammlung wurde erst in den 1980er-Jahren durch die Initiative des damaligen Rektors Oswald Oberhuber aktiv angelegt und bezog sich auf wichtige Entwicklungen und Protagonist*innen der k. k. Kunstgewerbeschule. Tatsächlich war die einstige Gründungsinstitution in zahlreichen Bereichen Avantgarde: Sie setzte früh auf pädagogische Konzepte und Gestaltungsansätze, die mit den späteren Vorkursen des Weimarer Bauhauses vergleichbar sind. Ähnliches galt für die von den Protagonist*innen der Wiener Werkstätte entwickelte „moderne Raumkunst“, in der der Ausstellungsraum in seiner Gesamtheit als Gestaltungsaufgabe betrachtet wurde. Auch ließ die k. k. Kunstgewerbeschule bereits seit ihrer Gründung 1867 Frauen zum Studium zu – ganz im Gegensatz zu anderen Universitäten. All diesen Aspekten will die Sammlung seit ihren Anfängen in Form von Ausstellungen, Präsentationen und Diskussionen mehr Sichtbarkeit verleihen. Oswald Oberhuber, für den Kunst immer im Spannungsfeld von Politik und Gesellschaft stand, ging es zudem stark um eine aus der Gegenwart perspektivierte Arbeit an Geschichte und um alternative Fortschreibungen ihrer ästhetischen Narrative im Sinne einer Pluralisierung des kunsthistorischen Kanons. Künstler*innen, die in Österreich durch das Regime des Nationalsozialismus ermordet oder vertrieben wurden, wurden von ihm in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt: Mit Ausstellungen und Publikationen wie Die Vertreibung des Geistigen aus Österreich. Zur Kulturpolitik des Nationalsozialismus (1986) und frühen Einzelpräsentationen „vergessener“ Künstler*innen setzte Oberhuber gemeinsam mit der damaligen Sammlungsleiterin Erika Patka wichtige Akzente.

Bestände:
 
Kunstsammlung und Archiv setzt sich ausfolgenden Abteilungen zusammen:
 
Kunst- und Designsammlung: Leitung Sen.Sc. Mag.phil Cosima Rainer
 
Geprägt durch wichtige Schenkungen und Nachlässe verfügt die Sammlung u. a. über Schwerpunkte zu:
→ Fred Adlmüller
→ Friedrich Berzeviczy-Pallavicini
→ Friedl Dicker-Brandeis
→ Josef Hoffmann
→ Gertrud Höchsmann
→ Adele List
→ Bertold Löffler
→ Elly Niebuhr
→ Otto Niedermoser
→ Oswald Oberhuber
→ Franz Schuster
→ Margarete Schütte-Lihotzky
→ Peter Weibel
→ Emmy Zweybrück
→ Kunst der Wiener Moderne und Wiener Werkstätte
→ Werke des Wiener Kinetismus, eine aus der Kunstgewerbeschule hervorgegangene Avantgarde
→ Arbeiten aus allen Bereichen der angewandten und bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts wie Grafik, Plakate, Möbel, Textilien, Fotografie, Keramik, Malerei, Objekte sowie Architekturmodelle
österreichischer Moderne
→ Mit den historischen Sammlungen der frühen Kunstgewerbeschule und der Künstler*innen Mileva Roller und Rosalia Rothansl gehören außerdem seltene Kleidungsstücke zu den Beständen

Kurzbio

Cosima Rainer, Kulturwissenschaftlerin und Kuratorin, ist Leiterin von Kunstsammlung und Archiv der Universität für angewandte Kunst Wien.
Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien und des Postgraduate De Appel Curatorial Training Programme in Amsterdam 1996/97. Von 2013-2018 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Akademie der bildenden Künste Wien und Leiterin der Galerie der Stadt Schwaz.
Kuratorin zahlreicher Ausstellungen (Auswahl): „und so hat Konzept noch nie Pferd bedeutet“, Generali Foundation Wien, 2006; See This Sound. Versprechungen von Bild und Ton, Lentos Museum Linz, 2009; Schöne Aussichten, Eröffnung des 21er Haus, Belvedere 2011; Vienna Complex, austrian cultural forum New York 2014 sowie Der Hausfreund – Eine Wiederentdeckung des exzentrischen Werks von Friedrich von Berzeviczy-Pallavicini, Universitätsgalerie im Heiligenkreuzer Hof Wien, 2019.
unter flaschen. Die Fledermaus in der Bar du Bois
Eine Ausstellung von Bar du Bois in Kooperation mit der Klasse Skulptur und Raum (Hans Schabus), Universität für angewandte Kunst Wien
Konzept: Cosima Rainer, Leitung Kunstsammlung und Archiv
 
Beteiligte Künstler*innen: Chiara Bals, Diana Barbosa Gil, Katrine Bobek, Eva Engelbert, Daniel Fonatti, Johannes Frauenschuh, Andreas Harrer, Anna Hostek, Anastasia Jermolaewa, Gea Kalkhof, Selma Klima, Leena Lübbe, Felizitas Moroder, Ann Muller, Florian Pfaffenberger, Raphael Pohl, Carolina Rotter, Lisa Sifkovits, Julia Steinbach, Stefan Thater, Julian Turner, Astrid Wagner, Maria VMier, Johanna Odersky, Bartholomaeus Wächter, Laura Welker
 
Ausstellungsdauer: 13.5. - 24.10.2020
Sommerpause: 28.6.- 15.9.2020
Wiedereröffnung: 16.9.2020, 14 - 20 Uhr
Öffnungszeiten: Mittwoch - Samstag, 14 - 18 Uhr
 
Universitätsgalerie im Heiligenkreuzer Hof Wien
Heiligenkreuzer Hof Stiege 8, 1.Stock
Eingang über Schönlaterngasse 5
oder Grashofgasse 3
1010 Wien
 
Das Vergangene ist nicht vorbei. Es kann wiederentdeckt und in Archiven besucht werden, manches will aber auch wiederbelebt werden. Solch eine Aktualisierung in mehreren Akten erlebte jüngst das legendäre „Kabarett Fledermaus“. Einst (1907-13) war es in Wien ein Ort für emanzipatorische und eskapistische Tendenzen. Doch dann wurde es geschlossen, später zerstört und seine experimentelle Programmatik geriet in Vergessenheit. Seine wegweisende künstlerische Gestaltung jedoch blieb über die Zeiten in Erinnerung. Im Rahmen einer internationalen Kooperation gelang der Abteilung Kunstsammlung und Archiv der Universität für angewandte Kunst Wien 2019 eine stilistische 1:1-Rekonstruktion des berühmten Barraumes.
Mit der Ausstellung unter flaschen. die Fledermaus in der Bar du Bois wurde in einem weiteren Akt die Künstler*innengruppe Bar du Bois zu einer speziellen Form der Aktualisierung gebeten. Zudem wurde 2019 mit Studierenden der Universität für Angewandte Kunst (Klasse Skulptur und Raum / Hans Schabus) im Rahmen einer Lehrveranstaltung von Eva Engelbert mit Bar du Bois unterschiedliche Aspekte des historischen Kabarett Fledermaus untersucht, künstlerische Strategien der De-/Rekonstruktion bzw. der Aktualisierung von Geschichte mit einbezogen und Fragen nach Möglichkeiten eines konstruktiven Eskapismus gestellt.
Bar du Bois ist ein Künstler*innenkollektiv, das in unterschiedlichen Besetzungen seit 2013 besteht. Bar du Bois (dt. Bar aus Holz) ist buchstäblich auch eine Bar. Eine Bar auf Wanderschaft. Ihre Möbel werden von Künstler*innen gebaut und sie wird von Künstler*innen betrieben. Bar du Bois ist damit auch ein sozialer Ort. Die Arbeit der Gruppe etablierte sich im Kontrast zur wiedererkennbaren künstlerischen Autorschaft und beinhaltet eine Auseinandersetzung mit der Warenfixiertheit des Kunstmarktes und der Geschichte des White Cube. Statt an solch etablierte Standards glaubt Bar du Bois an das komponierte Durcheinander des künstlerischen Kollektivs. Sie zelebrieren das Patchwork und den Rausch, der die Ideen belebt und die sozialen Monaden zueinander bringt. Dabei ist ihnen keine Gestaltungsaufgabe zu unbedeutend - vom Aschenbecher zum Flaschenöffner, Barhocker und Türgriff  - wird jedes Element bei verschiedenen Künstler*innen aus ihrem Netzwerk beauftragt. Damit beziehen sie sich aus historischer Distanz auch auf den Gestaltungsfetischismus der Wiener Werkstätte, deren Detailverliebtheit berüchtigt war.
Durch die Etablierung eines eigenen Netzwerkes in Form eines temporären Offspace mit Bar suchen sie nach aktuellen Möglichkeiten für konstruktive Gegenwelten, die Travestie von Stilen und Formensprachen sowie für kollaborative Strategien im Kunstfeld. Der jeweilige Ausstellungsraum wird in seiner Gesamtheit künstlerisch verhandelt und kommentiert und durch Trompe-l'œil-Techniken transformiert.
 


Oskar Kokoschka. Reise ins antike Griechenland
Eine Ausstellung der Oskar Kokoschka Dokumentation Pöchlarn in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien / Oskar Kokoschka-Zentrum
Kuratorin: Anna Stuhlpfarrer
 
Ausstellungsdauer: 27. Juni - 4. Oktober 2020
täglich 10-17 Uhr
 
Oskar Kokoschka Haus (Geburtshaus)
3380 Pöchlarn, Regensburgerstraße 29
 
„Überhaupt die alten Griechen! Ich lebe davon seit vielen Jahren, deshalb meist auch die Reiserei von mir, um möglich alles gesehen zu haben, was noch nicht von den Barbaren seit der Antike bis heute zerstört worden ist. Und gelesen habe ich auch alles, soweit es übersetzt ist.“ (Oskar Kokoschka in einem Brief an seinen Bruder Bohuslav, 20. Juni 1963)
Die Liebe fürs Reisen und die Lust am Entdecken fremder Städte und Kulturen führten Oskar Kokoschka (1886?1980) im Laufe seines Lebens quer durch zahlreiche Länder Europas, nach Afrika und Übersee. Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg verstärkte sich seine Passion für das antike Erbe und die Länder des Mittelmeerraums. Die Ausstellung im Kokoschka Haus Pöchlarn lädt daher im Sommer 2020 zu einer Reise ins antike Griechenland.
Oskar Kokoschka, einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts, setzte sich in seinem Spätwerk intensiv mit der Kultur der griechischen Antike auseinander. Auf zahlreichen längeren Reisen entstanden Zeichnungen historischer Tempelanlagen, Stadtansichten, Porträts und Studien antiker Kunstwerke. Die Kunst dieser Zeit sowie das antike Menschenbild waren für den politisch höchst sensibilisierten, vom Humanismus geprägten Maler und Grafiker das Symbol für den freien Menschen. Im Herbst 1961 unternahmen Oskar und Olda Kokoschka ihre zweite längere Griechenlandreise. Zu den beeindruckendsten Ergebnissen dieser „Grand Tour“ zählt der großformatige Lithografie-Zyklus „Bekenntnis zu Hellas“. Bereits seit dem Jahr 1956 hielt Kokoschka vor den antiken Stätten und Heiligtümern sowie in den Antikensammlungen der großen Museen seine Eindrücke zeichnerisch fest. Auch im Oktober und November 1961 hatte der Maler und Grafiker seinen Skizzenblock sowie Umdruckpapier mit im Gepäck und es entstanden sämtliche Vorlagen für die die in der Ausstellung gezeigte Lithografie-Serie direkt vor Ort. Die Gegenüberstellung des umfangreichen Griechenland-Zyklus mit Fotografien antiker Kunstwerke und Postkarten aus dem Besitz des Künstlers zeigen Kokoschkas persönliches Antikenverständnis und sein Interesse an dieser vergangenen Epoche, die ihn seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis zu seinem Tod 1980 beschäftigte.
 
Oskar Kokoschka in Griechenland, 1961. © Oskar Kokoschka Zentrum, Kunstsammlung und Archiv, Universität für angewandte Kunst Wien
Neue Blickwinkel auf die Sammlung werden im Dialog mit zeitgenössischen Künstler*innen, Lehrenden und Studierenden der Universität erarbeitet. Dabei stehen Fragen zu Ein- und Ausschlüssen im Kanon der Moderne ebenso zur Disposition wie das Verhältnis von angewandter und bildender Kunst und deren Autonomieanspruch. Im Dialog mit den Kontexten der Sammlung werden außerdem künstlerische Arbeiten beauftragt, produziert und angekauft.
Die Werke der Sammlung werden in zahlreichen Ausstellungen in der Universitätsgalerie im Heiligenkreuzer Hof sowie in Kooperationen mit österreichischen und internationalen Ausstellungshäusern und als Leihgaben präsentiert.
 
 
Schaukasten Kunstsammlung und Archiv
Der Schaukasten im Hauptgebäude der Universität (Vordere Zollamtsstraße 7) gibt Einblick zu Projekten von Kunstsammlung und Archiv und wird wechselnd von Künstler*innen bespielt.
 

Der Hausfreund
Der Hausfreund. Eine Wiederentdeckung des exzentrischen Werks von Friedrich von Berzeviczy-Pallavicini im Dialog mit zeitgenössischen Künstler*innen kuratiert von Cosima Rainer & Robert
Müller, Universitätsgalerie im Heiligenkreuzer Hof Wien und Österreichisches Kulturforum Berlin, 2019.
 
Beteiligte Künstler*innen: Kamilla Bischof, Enzo Camacho, Verena Dengler, Julian Göthe, Josef Frank, Hans Hollein, Nico Ihlein , Elisabeth Karlinsky, Lucy McKenzie, Amy Lien, Ilya Lipkin, Ulrike Müller, Oswald Oberhuber, Dagobert Peche, Yves Saint Laurent, Jack Smith, Marianne My Ullmann, Eduard Wimmer-Wisgrill, Laura Welker, Amelie von Wulffen, Katharina Wulff, Min Yoon
 
Universitätsgalerie im Heiligenkreuzer Hof
Grashofgasse 3 oder Schönlaterngasse 5, 1010 Wien
02.05. - 01.06.2019
 
Österreichisches Kulturforum Berlin
Stauffenbergstraße 1, 10785 Berlin
13.09. - 25.10.2019
Förderung durch das Bundeskanzleramt Wien
 
Ausgehend von einem umfangreichen Bestand in der Sammlung der Universität für angewandte Kunst Wien präsentierte die Ausstellung den Künstler Friedrich von Berzeviczy-Pallavicini (1909-1989), einst eine schillernde Figur im Umfeld der Wiener Kunstgewerbeschule, als eine zeitgenössisch hochaktuelle Wiederentdeckung. Im Kontrast zur disziplinierten Ästhetik der Wiener Werkstätte hinterließ Berzeviczy-Pallavicini Werke mit einer manierierten und eigenwilligen Formensprache, die bisher kaum gezeigt wurden. Im Dialog mit Werken zeitgenössischer internationaler Künstler_innen, sowie mit historisch verwandten Positionen wurden in der Ausstellung „Der Hausfreund“ wichtige Motive seiner Produktion aufgegriffen, gespiegelt und neu interpretiert.
 
Die Ausstellung wurde in kuratorischer Zusammenarbeit mit dem Künstler Robert Müller (Berlin/Wien) entwickelt und in zwei unterschiedliche Versionen, zunächst in Wien und darauf im September 2019 im Österreichischen Kulturforum Berlin, gezeigt.
 
Der Titel der Ausstellung „Der Hausfreund“ ist mehrdeutig gemeint. Es bezeichnet sowohl eine Mehlspeise, die Berzeviczy-Pallavicini für die Konditorei Demel als Figur gezeichnet hat, wie auch seine Liebe zur exzentrischen Wohnraumgestaltung. Er bezeichnet aber auch seine besondere Beziehung zur Wiener Kunstgewerbeschule, in der er während seines Studiums und in Zeiten finanzieller Not immer Unterschlupf fand, gleichsam wie eine „Hauskatze“.
 


Kabarett Fledermaus
Stilistische Adaption – Fliesenmosaik Barraum nach Entwürfen von Josef Hoffmann, Bertold Löffler und Michael Powolny (1907), 2019.
Konzept und Organisation: Cosima Rainer, Sofie Mathoi
Produktion: Beate Seckauer – Neuzeughammer Keramik, Maria Wiala – Keramikstudio Universität für angewandte Kunst Wien, Spadlinek und die Fliesenmacher
 
Die Abteilung Kunstsammlung und Archiv hat im letzten Jahr das keramische Dekor des Barraums des Kabarett Fledermaus (1907-1913) nach einem einzigen existierenden Schwarz-Weiss-Foto in Form einer stilistischen Adaption und in Kooperation mit Expert*innen und Künstler*innen wie Maria Wiala und Beate Seckauer rekonstruiert. Somit ist es nun möglich, dem experimentellen Raumgefüge und der künstlerischen Vision dieses ungewöhnlichen Etablissements nachzuspüren.
 
Das Projekt wurde in der Ausstellung Into the Night. Cabarets and Clubs in Modern Art in der Barbican Art Gallery in London von 4.10.2019 bis 19.01.2020 präsentiert und anschließend im Belvedere Wien, wo es von 14.02. bis 01.06.2020 im Zuge der von Florence Ostende kuratierten Schau zu Clubs und Kabaretts der Moderne zu sehen war.
 
Das von Josef Hoffmann geplante Kabarett Fledermaus war neben dem Palais Stoclet und dem Sanatorium Purkersdorf eines der herausragensten Projekte der Wiener Werkstätte und wurde ohne Einmischung von Auftraggebern als gemeinschaftliches Projekt einer modernen Raumkunst umgesetzt. An der Umsetzung waren zahlreiche Künstler*innen aus dem Umfeld der Wiener Werkstätte beteiligt. Bertold Löffler und Michael Powolny, die 1906 die Produktionsfirma „Wiener Keramik“ begründet hatten, zeichneten für die Gestaltung der gekachelten Wände des Barraumes verantwortlich.
 
Unterstützt von:
NEURAUM, Spadlinek und die Fliesenmacher, Neuzeughammer Keramik, Ardex Baustoff, Agrob Buchtal, Wedi
 
Dekor Fliesen (Hauptteil):
Beate Seckauer - Neuzeughammer Keramik
 
Dekor Fliesen (Bartheke):
Maria Wiala - Universität für angewandte Kunst Wien
 
Fliesenlegen:
Fachschule für Keramik und Ofenbau Stoob
 
Pläne und Entwürfe:
Sofie Mathoi, Filip Charchaci, Robert Müller, Maria Wiala und Lucy.D Design
 
Dank an die Lehrenden und Studierenden der Universität für angewandte Kunst Wien sowie an die Lehrer und Schüler*innen der Fachschule für Keramik und Ofenbau Stoob:
Martina Zwölfer, Sandra Gigerl, Doris Grossi, Christian Ruschitzka
Diana Barbosa Gil, Anita Bauer, Veronika Beringer, Felix Eselböck, Christina Fiorenza, Twan Geissberger, Petra Holländer, Kyung Ran Koch, Caro Laa, Jisun Lee, Dolores Mery Freire, Roxana Minoueipour, Jannis Neumann, Jens Ostengaard, Elisabeth Panholzer, Nika Petrovic, Pablo Pacios Prado, Benjamin Risavy, Shaya Safaisini, Siggi Sekira, Ea Stjernholm, Annalena Stocker, Susanna Strasser, Karoline Taisser, Chin Tsao, Sarah Vogels, Olga Wukounig.
Josef Johann Koth
Olivia Berger, Marie-Christin Ebner, Lea Kienreich, Elisabeth Mayrhofer, Sarah Wilcek, Vinzenz Zwölfer
 
Dank für wichtige Hinweise an:
Gerd Pichler, Elisabeth Frottier, Rainald Franz
 
Besonderer Dank an:
Alexander Spadlinek, Christa Pichler, Roman Kundic, Sascha Eselböck
 

Ciphers of Regression
Klasse für Malerei, Henning Bohl in Kooperation mit Kunstsammlung und Archiv, festival angewandte, 2019.
 
Ciphers of Regression (25. bis 28. Juni 2019) war ein Projekt der Klasse für Malerei in Zusammenarbeit mit Kunstsammlung und Archiv der Universität für angewandte Kunst Wien. 
Das Projekt bestand aus einer Auktion (25. Juni 2019), moderiert von Marei Buhmann und Sofie Fatouretchi; musikalischen Einlagen von Jutta Maris & Reena King, Angst, Die Süsen Mäuse und In My Talons; einer Adaption der Ausstellung Der Hausfreund, zuvor zu sehen im Heiligenkreuzerhof (2. Mai bis 1. Juni 2019) und einer Ausstellung mit paarweise umgearbeiteten Kapuzenpullovern. Teilnehmer*innen an der Auktion erwarben einen Pullover, das Gegenstück wurde an die Kostüm- und Modesammlung der Universität gespendet.
 
Mitwirkende: Henning Bohl, Wolfgang Breuer, Marei Buhmann, Pit Christ,
Daisy, Viktoria Dopler, Amanda Du, Sofie Fatouretchi, Christian Gailer, Ana Gurashvili,
Luna-Mae Heflin, Suzuka Hisamatsu, Demian Kern, Martina Lajczak, Yoon A Lee,
Hannes Loichinger, Alex Macedo, Sebastian Mittl, David Peschka, Florian Pfaffenberger,
Leonie Plattner, Vika Prokopaviciute, Kathrin Isabell Rhomberg, Milena-Marie Rohde, Ulla Rossek,
Vanessa Schmidt, Niclas Schöler, Pol Summer, Sebastian Supanz, Till Weinhold, Kathrin Wojtowicz,
Moka Sheung Yan, Takeshi Yoshida, Malte Zander
 
Organisation: Alex Macedo, Vanessa Schmidt, Marielena Stark, Malte Zander
 

Oskar Kokoschka – Neue Einblicke und Perspektiven
Internationale Tagung konzipiert von Bernadette Reinhold (Oskar Kokoschka Zentrum) und Régine Bonnefoit (Université de Neuchâtel), 2020.
Tagung am 27. Februar 2020
Angewandte, Auditorium, Vordere Zollamtsstraße 7, 1030 Wien
 
 
Der Hausfreund. Eine Wiederentdeckung des exzentrischen Werks von Friedrich von Berzeviczy-Pallavicini
 
Herausgegeben von Cosima Rainer und Robert Müller
Autor*innen: Manuela Ammer, Gerald Bast, Anke Dyes, Brigitte Felderer,
Michael Franz, Anette Freudenberger, Yuki Higashino, Tonio Kröner, Sofie Mathoi, Inka Meißner, Robert Müller, Cosima Rainer, Anne-Katrin Rossberg, Inga Charlotte Thiele
Verlag der Buchhandlung Walther König
Universität für angewandte Kunst Wien, Kunstsammlung und Archiv


 
Ausgehend von einem umfangreichen Bestand in der Sammlung der Universität für angewandte Kunst Wien präsentiert die Publikation den Künstler Friedrich von Berzeviczy-Pallavicini (1909‒1989), einst eine schillernde Figur im Umfeld der Wiener Kunstgewerbeschule, als eine zeitgenössisch hochaktuelle Wiederentdeckung. Im Kontrast zur disziplinierten Ästhetik der Wiener Werkstätte hinterließ Berzeviczy-Pallavicini Werke mit einer manierierten und eigenwilligen Formensprache,
die bisher kaum gezeigt wurden. Im Dialog mit Werken zeitgenössischer internationaler Künstler*innen sowie mit historisch verwandten Positionen werden wichtige Motive seiner Produktion aufgegriffen, gespiegelt und neu interpretiert.
 
192 Seiten
60 s/w und 104 farbige Abbildungen
Softcover
Deutsch / Englisch
ISBN 978-3-96098-713-0
EUR 29.80
Juli 2020
 

Margarete Schütte-Lihotzky, Architektur. Politik. Geschlecht. Neue Perspektiven auf Leben und Werk. 
 
Herausgegeben von Marcel Bois und Bernadette Reinhold, 
Mit Beiträgen von Carla Aßmann, Gerald Bast (Vorwort), David Baum, Elisabeth Boeckl-Klamper, Marcel Bois, Helen Chang, Marie-Theres Deutsch, Burcu Dogramaci, Sebastian Engelmann, Thomas Flierl, Christoph Freyer, Sophie Hochhäusl, Manfred Mugrauer, Sabine Plakom- Forsthuber, Monika Platzer, Claudia Quiring, Bernadette Reinhold, Günther Sandner, Karin Schneider, Antje Senarclens de Grancy, Änne Söll, Karin Zogmayer, Christine Zwingl
Edition Angewandte - Buchreihe der Universität für angewandte Kunst Wien
Birkhäuser Verlag


 
Margarete Schütte-Lihotzky (1897 - 2000) ist weithin bekannt als erste Architektin Österreichs, als Pionierin der sozialen Architektur, als Erfinderin der Frankfurter Küche, als Aktivistin der Frauenbewegung und nicht zuletzt als Heldin des Widerstands gegen die Nazi-Diktatur.
Neueste Forschungen aus dem Feld der Kunst- und Zeitgeschichte, der Pädagogik und Gender Studies zeigen ein differenzierteres Bild der Architektin, deren Nachlass sich an der Universität für angewandte Kunst Wien befindet. Beleuchtet werden ihr reiches architektonisches OEuvre, ihre transnationalen Erfahrungen und beruflichen Netzwerke, ihr politischer Werdegang als Kommunistin und nicht zuletzt ihre aktuelle Rezeption.
Der Band präsentiert Margarete Schütte-Lihotzky, die Ikone der Architekturgeschichte, jenseits aller Mythen.
 
Deutsch
ISBN 978-3-0356-1959-1
EUR 39.95
November 2019
Kunstsammlung und Archiv erbringen folgende Serviceleistungen:
1. Archivrecherchen
2. Digitales Bildmaterial für Publikationen und Veröffentlichungen 
3. Leihgaben für nationale und internationale Ausstellungen
4. Dauerleihgaben für öffentliche Einrichtungen und Büroräume 
 
Kontakt:
Allgemeine Anfragen
 
OR Silvia Herkt, BA, MA (Ausstellungen und Archivrecherchen)
 
Nathalie Feitsch (Reproduktionen)
 
Judith Burger (Dauerleihgaben)
 
FORMULARE:
  
  
  
  

Die Online-Datenbank wird laufend anlassbezogen erweitert. 
Bisher online abrufbar sind Bereiche aus:
- Gemäldesammlung (Gesamtbestand)
- Möbelsammlung (Gesamtbestand)
- Kostüm- und Modesammlung (Teilbestand)
- Fotografie, Grafik, Objekte und Plakate (Teilbestand)