Rektor
Bast fordert Außerkraftsetzen von Erlass zur Bestrafung bei Teilnahme Fridays for Future
Motivation
der Jungen nicht bremsen – Verweis auf New Yorker Schulbehörden
17.09.2019
„Die Politik sendet eine fatale Botschaft an junge
Menschen aus, die sich gegen den Klimawandel engagieren, wenn ihnen und ihren Eltern dafür Verwaltungsstrafen drohen. Und
angesichts der Klimaschutz-Beteuerungen sämtlicher wahlkämpfender Parteien muss dies auch als schizophren bezeichnet werden.
Deshalb fordere ich, dass der Strafandrohungserlass für die Teilnahme an Fridays for Future-Demonstrationen sofort außer Kraft
gesetzt wird“, meldet sich der Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien, Gerald Bast, zur Wort, insbesondere hinsichtlich
der internationalen Klimaprotestwoche „Week for Future“, die am 27.9.2019 im „Earth Strike“ ihren Höhepunkt findet. Bast zeigt
sich vom Engagement der Fridays for Future einmal mehr beeindruckt.
In seiner Forderung nach Außerkraftsetzung
bezieht sich der Universitätsrektor auf den Erlass, der am 19.3.2019 an die Landesschuldirektionen erging und in einem Fridays
for Future-Demobesuch keine gerechtfertigte Verhinderung sehe. Auch die Schuldirektionen dürften ein Fernbleiben des Unterrichts
nicht als „wichtigen Grund“ akzeptieren oder tolerieren. In diesem Zusammenhang verweist der Angewandte-Rektor ergänzend auf
die New Yorker Schulbehörden, die erst kürzlich öffentlich machten, dass sie das Fehlen von Schülerinnen und Schülern, die
für das Klima streiken, entschuldigen werden.
https://twitter.com/NYCSchoolsErgänzend zu seiner Forderung verweist Bast darauf, dass der Einsatz für Umweltanliegen und Klimaschutz von Schülerinnen
und Schülern schon einmal Eingang in der Schulbürokratie fand, und zwar im Jahr 2014: „Umweltbildung trägt dazu bei, Menschen
zu befähigen, Verantwortung für sich selbst, für gegenwärtige und zukünftige Generationen zu übernehmen und sich aktiv an
der Gestaltung einer lebenswerten Zukunft zu beteiligen. Dazu braucht es Wissen, Fähigkeiten und die Bereitschaft jedes einzelnen
Menschen sich zu engagieren“, zitiert der Rektor aus dem nach wie vor gültigen Grundsatzerlass „Umweltbildung für nachhaltige
Entwicklung“ des Bundesministeriums für Bildung und Frauen, GZ BMBF-37.999/0062-I/6c/2014, Rundschreiben Nr. 20/2014. „Wenn
schon ein Erlass, dann bitte dieser. Er könnte ja den Schülerinnen und Schülern, deren Eltern und den Lehrerinnen und Lehrern
nachhaltig zur Kenntnis gebracht werden“, konstatiert Rektor Bast, und schließt damit, dass die Motivation der Jungen nicht
gebremst, sondern unterstützt und gefeiert werden müsse.
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Thread von NYC Public Schools