Gender
Pay Gap von 99,7 % - Respektable Werte sind Ansporn und Auftrag für mehr Diversität
Der jährliche Equal Pay
Day fokussiert unsere gesellschaftliche Verpflichtung, für eine gerechte Personalsituation zwischen den Geschlechtern zu sorgen
und ist einmal mehr Anlass, den Erfolg entsprechender struktureller und strategischer Maßnahmen zu überprüfen. An der Universität
für angewandte Kunst Wien erläutert die Vizerektorin für Forschung und Diversität, Univ.Prof. Barbara Putz-Plecko, die wichtigsten
Kennzahlen in diesem Zusammenhang: An der Angewandten lehren derzeit 24 Professorinnen und 21 Professoren, was einem Verhältnis
von 53 Prozent zu 47 Prozent entspricht. In Vollzeitäquivalente umgerechnet beläuft sich das auf einen Wert von 22,25 bei
Professorinnen zu 19,75 bei Professoren (53 % : 47 %). Der Stichtag für diese Daten ist der 14.10.2021.
„Wenn
wir uns den sogenannten Glasdeckenindex an unserem Haus ansehen, dann liegt dieser mit Stichtag 31.12.2020 bei einer Zahl
von 0,99. Das ist ein sehr respektabler Wert“, sagt Putz-Plecko und bezieht sich damit auf die erforderliche institutionelle
Chancengerechtigkeit für alle Geschlechter, erfolgreich ihrer Karriere nachzugehen. Der Glasdeckenindex beschreibt die Chance
für Mitarbeiterinnen auf Führungspositionen innerhalb eines Unternehmens bzw. einer Institution. Ein Wert von 1 deutet auf
gleiche Aufstiegschancen für Frauen und Männer hin, je geringer der Wert ist, desto besser die Aussichten für Frauen auf Aufstiegschancen.
Besondere
Aufmerksamkeit kommt am Equal Pay Day jener Kennzahl zu, die den Gender Pay Gap misst. Die Vizerektorin erklärt: „An der Universität
für angewandte Kunst Wien beläuft sich der Gender Pay Gap auf 99,7 Prozent, was auf eine gerechte und ausgeglichene Entlohnung
zwischen den Geschlechtern verweist.“
Die durchwegs erfreulichen Zahlen an der Angewandten beweisen
für Putz-Plecko, dass sich die Anstrengung und konsequente Verfolgung unternehmensstrategischer Ziele für mehr Geschlechtergerechtigkeit
lohnen: „All die Ausreden, die sich Frauen anhören mussten, sind damit endgültig obsolet. Das ist gut so. Aber erfreuliche
und respektable Momentaufnahmen sind kein Grund zur Selbstzufriedenheit.“ so die Vizerektorin, und weiter: „Geschlechtergerechtigkeit
muss täglich aufs Neue geschaffen und gesichert werden. Und es gibt nächste Herausforderungen.“ Putz-Plecko verweist damit
auf ein nächstes wichtiges Ziel für ihre Universität: „Wir wollen, wir brauchen mehr Diversität in Hinblick auf Lehrende wie
Studierende. Die Erfolge bei unserer Anstrengung hinsichtlich mehr Geschlechtergerechtigkeit sind uns Ansporn und Auftrag
für unser Ziel, unsere Universität diverser auszugestalten.“