La pianta. La memoria e noi
Taktiken der Verhandlung
für den Frieden in der Welt
ROGEHEBO © Ruth Mateus-Berr
Die
Ausstellung La pianta. La memoria e noi von Ruth Mateus-Berr (Zentrum Didaktik für Kunst und
interdisziplinären Unterricht) widmet sich der Frage, was wir aus der Pflanzenwelt über Erinnerung, Resilienz und friedliches
Zusammenleben lernen können – in einer Zeit globaler Spannungen und ökologischer Krisen. Die Präsentation im Österreichischen
Kulturforum Rom steht in thematischer Resonanz mit aktuellen künstlerischen und gesellschaftlichen Debatten zu Klima, Umwelt
und Zukunftsgestaltung, wie sie etwa im Kontext der Klimabiennale Wien verhandelt werden.
Im
Zentrum der Ausstellung steht das Floral Archive, ein fortlaufendes künstlerisches Projekt, inspiriert von den Florilegien
der Renaissance. Die Gemälde zeigen seltene und bedrohte Pflanzen aus Italien, in denen botanisches Wissen mit Mythologie,
Geschichte und surrealen Bildbezügen verschmilzt. Pflanzen erscheinen hier nicht als dekorative Motive, sondern als Trägerinnen
von Geschichten, Erinnerungen und ökologischen Beziehungen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Forschungsprojekt
DEMEDARTS (FWF PEEK AR-609), das die Beziehungen zwischen Kunst, Design und Demenz untersucht. Gezeigt wird unter
anderem der kritisch-spekulative Rollator The Gardener von Ruth Mateus-Berr und Pia
Scharler, ergänzt durch experimentelle Entwürfe von Studierenden der NABA – Nuova Accademia di Belle Arti. Erweitert
wird die Ausstellung durch Kurz-Dokumentarfilme zur nachhaltigen Landwirtschaft in Sizilien, realisiert von den Studierenden
Julia Knappitsch, Lena Fürjesi, Paula Peters, Lena Mayringer,
Stella Binar und Katharina Idam im Rahmen eines Field-Workshops
unter der Leitung des Filmemachers John Dutton und Ruth Mateus-Berr. Die Filme untersuchen ökologische Zusammenhänge,
Biodiversität und die sozialen Dimensionen landwirtschaftlicher Praxis.
La pianta. La memoria e noi versteht
sich als ein offenes Archiv, in dem Pflanzen, Bilder und Geschichten miteinander in Beziehung treten. Die Ausstellung schlägt
vor, Frieden nicht als abstrakten Zustand zu begreifen, sondern als eine tägliche Praxis der Aufmerksamkeit, Fürsorge und
des Aushandelns – mit uns selbst, mit anderen und mit der Umwelt.