04. Mai 2026
Lennart Kos, Master-Absolvent des Instituts für Sprachkunst, wurde beim 43. Heidelberger Stückemarkt
mit dem Autor*innenpreis 2026 ausgezeichnet.
In seiner Komödie
Balance
und Harmony verschlägt es eine Handvoll Gäste eines teuren Meditations-Retreats in den Eingangsbereich, wo sie ihr Schweigegelübde
brechen können. Aus flüchtigen Bekanntschaften wird eine Schicksalsgemeinschaft und nicht alle verlassen das Retreat lebend.
"Lennart Kos’ Text […] zeichnet aus, wie er mit fast beiläufiger Komik ganz präzise freilegt, wie verloren und überfordert
Menschen sind, die eigentlich nur versuchen, ihr Leben irgendwie in den Griff zu bekommen. […] Was […] sofort auffällt, ist
dieses sehr genaue Theaterhandwerk. Die Figuren sind klar gezeichnet, individuell geführt, sorgfältig gebaut, ohne je konstruiert
zu wirken. [Es ist der] Humor, der das Stück so außerordentlich besonders macht. Er ist nicht laut, nicht angestrengt, sondern
entsteht aus sozialer Dynamik. […] unter allem liegt eine sehr klare Beobachtung unserer Gegenwart: der Wunsch nach Selbstoptimierung,
nach innerer Einkehr, nach Balance. [Lennart Kos’ Text ist] Handwerklich auf allen Ebenen überzeugend gebaut."
Jury:
Lea Goebel (Dramaturgin), Ronny Jakubaschk (Regiseeur), Caren Jeß (Autorin), Jürgen Popig (Dramaturg und Künstlerischer Leiter
des Stückemarkts), Shirin Sojitrawalla (Kulturjournalistin)
Der Autor*innenpreis wird gestiftet durch die
Manfred Lautenschläger-Stiftung und ist mit 10.000 Euro dotiert.
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