In einer Welt, die von Konsum und Kapital bestimmt ist, bleibt vielen Matzleinsdorfer*innen
kaum noch die zeitliche, finanzielle oder räumliche Möglichkeit, um sich in der Nachbarschaft zu treffen, dort zu vernetzen
oder gar zu konsumieren. Dies verschärft soziale Ungleichheit und schwächt den Zusammenhalt. Vor dem Hintergrund, dass jede
zweite Person in Österreich finanzielle Sorgen eingesteht, braucht es Ideen, die über die Wohltätigkeit hinaus gehen und das
Feiern des Alltäglichen für jeden ermöglichen. Inspiriert von den emanzipatorischen Konzepten des Roten Wien wie der „Volksküche“
oder dem „Einküchenhaus“, sind Studierende der Abteilung Social Design unter der Leitung von Brigitte Felderer den aktuellen
Problemen begegnet.
Die Nachbarschaftsküche
Küchenschiff bietet einen Hafen
für ein inklusives urbanes Zusammenleben in Zeiten sozialer Kürzungen und Kälte, Teuerungen und Einsamkeit. Durch gemeinsames
Essen und Kochen werden Synergien in der Nachbarschaft bewirkt. Das ursprüngliche Semester-Projekt experimentiert mit der
Erschaffung lebendiger und solidarischer Strukturen und ist inzwischen ein gemeinnütziger Verein.
Die wöchentlichen
Kochtreffen donnerstags von 16-20 Uhr in der Siebenbrunnfeldgasse 24 werden auch nach Ende des Studienjahrs fortgesetzt. Die
Treffen sind offen für alle in der Nachbarschaft und darum herum.
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